Software-FMEA, die zu Ihrem Produkt wirklich passt
Klassische FMEA prüft Bauteile und Ausfallraten. Wir übertragen die Methode korrekt auf Software-Architekturen – mit eigens entwickeltem Material statt improvisierter Analogie.
FMEA (Failure Mode and Effects Analysis, deutsch: Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse) = die systematische Untersuchung möglicher Fehlerarten und ihrer Auswirkungen. Ursprünglich für mechanische und elektronische Bauteile entwickelt – Software-FMEA überträgt dieselbe Systematik auf Code, Schnittstellen und Architekturen.
Vier Punkte, an denen klassische FMEA an Ihrer Software vorbeigeht
Bauteile altern und brechen – Code nicht. Klassische Skalen für „Auftretenswahrscheinlichkeit“ passen nicht 1:1.
Falsche Zustände, Race Conditions, fehlerhafte Fehlerbehandlung – strukturell andere Fehlerbilder als bei Hardware.
Ein Softwarestand ändert sich laufend – die FMEA muss mit dem Code mitwachsen, nicht einmalig entstehen.
Microservices, Schnittstellen, Drittanbieter-Komponenten – Fehlerausbreitung folgt anderen Pfaden als in einem Bauteil.
Ein in der Architekturphase erkannter Fehler kostet erfahrungsgemäß einen Bruchteil dessen, was seine Behebung nach dem Release kostet.
Von der Analogie zur echten Passgenauigkeit
Unser Ansatz: Von der Architektur zur Priorisierung
Software-FMEA gelingt nicht durch ein angepasstes Formular, sondern durch eine andere Herangehensweise. Unser Ansatz verbindet vier Schritte: Architektur verstehen, Fehlerarten software-spezifisch katalogisieren, ohne Ausfallraten bewerten und in bestehende Entwicklungsprozesse einbetten.
Wir erfassen Module, Schnittstellen und Abhängigkeiten Ihres Systems – nicht Bauteile, sondern Komponenten und deren Zusammenspiel. Diese Struktur wird zur Basis der Analyse, nicht ein generisches Formular.
Gemeinsam mit Ihrem Team identifizieren wir softwaretypische Fehlerarten – falsche Zustände, Race Conditions, unvollständige Fehlerbehandlung, Schnittstellenbrüche – statt Bauteil-Ausfallmuster zu erzwingen.
Statt statistischer Ausfallraten nutzen wir qualitative, im Team kalibrierte Bewertungsskalen für Auftreten und Entdeckung – nachvollziehbar begründet, nicht erfunden.
Die Ergebnisse fließen in Code-Reviews, CI/CD-Gates und Ihr Backlog ein, statt als Dokument zu verstauben – bei Bedarf verknüpft mit der TARA aus der Cybersecurity-Analyse.
Jahrzehnte Risikoanalyse, auf Software übertragen
FMEA, FTA, HARA und TARA haben sich über Jahrzehnte in Startups, Mittelstand, Weltkonzernen und Behörden bewährt – dieselbe methodische Tiefe übertragen wir konsequent auf Software-Architekturen. Ergänzt um Erfahrung mit Reifegrad-Assessments (CMMI, SPICE) und aktueller Regulierung wie EU AI Act und Cyber Resilience Act, damit Software-FMEA nicht isoliert bleibt, sondern in Ihr gesamtes Qualitäts- und Compliance-Vorgehen passt.