Software-FMEA, die zu Ihrem Produkt wirklich passt

Klassische FMEA prüft Bauteile und Ausfallraten. Wir übertragen die Methode korrekt auf Software-Architekturen – mit eigens entwickeltem Material statt improvisierter Analogie.

FMEA (Failure Mode and Effects Analysis, deutsch: Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse) = die systematische Untersuchung möglicher Fehlerarten und ihrer Auswirkungen. Ursprünglich für mechanische und elektronische Bauteile entwickelt – Software-FMEA überträgt dieselbe Systematik auf Code, Schnittstellen und Architekturen.

[01] — AUSGANGSLAGE

Vier Punkte, an denen klassische FMEA an Ihrer Software vorbeigeht

Keine Ausfallraten
Bauteile altern und brechen – Code nicht. Klassische Skalen für „Auftretenswahrscheinlichkeit“ passen nicht 1:1.
Logische Fehlerarten
Falsche Zustände, Race Conditions, fehlerhafte Fehlerbehandlung – strukturell andere Fehlerbilder als bei Hardware.
Versionierung & Releases
Ein Softwarestand ändert sich laufend – die FMEA muss mit dem Code mitwachsen, nicht einmalig entstehen.
Verteilte Architekturen
Microservices, Schnittstellen, Drittanbieter-Komponenten – Fehlerausbreitung folgt anderen Pfaden als in einem Bauteil.
Erfahrungswert: deutlich günstiger
Ein in der Architekturphase erkannter Fehler kostet erfahrungsgemäß einen Bruchteil dessen, was seine Behebung nach dem Release kostet.
[02] — GEGENÜBERSTELLUNG

Von der Analogie zur echten Passgenauigkeit

Der Status quo

Ein Hardware-FMEA-Formular wird 1:1 auf Software übertragen – die Spalten passen nicht.
Auftretenswahrscheinlichkeit wird geschätzt, weil belastbare Ausfallraten fehlen.
Die FMEA entsteht einmalig und veraltet mit dem nächsten Sprint.
Ergebnis: ein Dokument für die Schublade, keine Wirkung auf den Code.
Mit unserem Ansatz

Eigens entwickelte Bewertungsskalen für Software-Fehlerarten statt Bauteil-Kennzahlen.
Architektur- und Schnittstellenanalyse ist der Ausgangspunkt, nicht das Formular.
Die FMEA ist als lebender Prozess angelegt – sie wächst mit jedem Release mit.
Ergebnis: nachvollziehbare Priorisierung, die direkt ins Backlog einfließt.
[03] — VORGEHEN

Unser Ansatz: Von der Architektur zur Priorisierung

Software-FMEA gelingt nicht durch ein angepasstes Formular, sondern durch eine andere Herangehensweise. Unser Ansatz verbindet vier Schritte: Architektur verstehen, Fehlerarten software-spezifisch katalogisieren, ohne Ausfallraten bewerten und in bestehende Entwicklungsprozesse einbetten.

01
Architektur-Mapping: Module und Schnittstellen statt Bauteile
Wir erfassen Module, Schnittstellen und Abhängigkeiten Ihres Systems – nicht Bauteile, sondern Komponenten und deren Zusammenspiel. Diese Struktur wird zur Basis der Analyse, nicht ein generisches Formular.
02
Software-Fehlerarten-Katalog: Fehlerbilder, die zum Code passen
Gemeinsam mit Ihrem Team identifizieren wir softwaretypische Fehlerarten – falsche Zustände, Race Conditions, unvollständige Fehlerbehandlung, Schnittstellenbrüche – statt Bauteil-Ausfallmuster zu erzwingen.
03
Bewertung ohne Ausfallraten: nachvollziehbar statt erfunden
Statt statistischer Ausfallraten nutzen wir qualitative, im Team kalibrierte Bewertungsskalen für Auftreten und Entdeckung – nachvollziehbar begründet, nicht erfunden.
04
Integration in Ihre Prozesse: Wirkung im Backlog, nicht in der Schublade
Die Ergebnisse fließen in Code-Reviews, CI/CD-Gates und Ihr Backlog ein, statt als Dokument zu verstauben – bei Bedarf verknüpft mit der TARA aus der Cybersecurity-Analyse.
[04] — REFERENZ

Jahrzehnte Risikoanalyse, auf Software übertragen

FMEA, FTA, HARA und TARA haben sich über Jahrzehnte in Startups, Mittelstand, Weltkonzernen und Behörden bewährt – dieselbe methodische Tiefe übertragen wir konsequent auf Software-Architekturen. Ergänzt um Erfahrung mit Reifegrad-Assessments (CMMI, SPICE) und aktueller Regulierung wie EU AI Act und Cyber Resilience Act, damit Software-FMEA nicht isoliert bleibt, sondern in Ihr gesamtes Qualitäts- und Compliance-Vorgehen passt.

[05] — NÄCHSTER SCHRITT

Bereit, FMEA zu machen, die zu Ihrer Arbeit passt?

Lassen Sie uns in einem Erstgespräch klären, wo Ihre Architektur steht und was der nächste sinnvolle Schritt ist.